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Ich schenke dir eine rosarote Brille - ubstairs - Fortbildungsinstitut

Ich schenk´ dir eine rosarote Brille

Wie du aus dem Blumenstrauß der Möglichkeiten wählen kannst

In dieser Woche geht es weiter mit der Reihe zu den Bewertungen (hier ist Teil 1 der Reihe: https://www.ubstairs-weiterbildung.de/alles-kann-auch-anders-gesehen-werden/) Vielen lieben Dank an dieser Stelle für all eure Kommentare und Rückmeldungen!

Heute wollen wir uns gemeinsam weiter den Bewertungen zuwenden und herausfinden, wie du positivere Schubladen für dich und andere finden kannst. Und natürlich erfährst du auch, was die rosa Brille damit zu tun hat. Los gehts!

Ein Kind malt "DANKE" mit Kreide auf das Pflaster

Deine oder meine Welt?

Wir denken ja immer, dass die Welt so ist, wie wir sie sehen. Weil das eben unsere Wahrnehmung ist. Dass dies jedoch nur deine ganz individuelle und persönliche Sichtweise ist, übersehen wir oft. Du kannst dir das so vorstellen, dass jeder von uns seine eigene Brille auf hat. Diese Brille ist eingefärbt mit all deinen Erfahrungen, die du bisher gemacht hast, allen Erlebnissen, die dich geprägt haben und allen Schlussfolgerungen, die du daraus gezogen hast.

Also ist deine Brille ein ganz besonderes Fundstück, sie repräsentiert nämlich dein Leben und deine Geschichte. Wie wunderschön! Und jeder andere Mensch trägt eben seine genauso wundervolle Brille, durch die er die Welt betrachtet. Jeder von uns sortiert und bewertet seine Erfahrungen auf ganz individuelle Weise. Deshalb gibt es keine richtige oder falsche Sichtweise. Jeder von uns hat auf seine eigene Art recht. Stell dir zum Beispiel vor, du besuchst mit 15 anderen Kollegen eine Fortbildung. Und am Ende der Veranstaltung werdet ihr alle interviewt und zu den Inhalten des Seminars befragt. Du kannst sicher gehen, dass der Interviewer 16 verschiedene Antworten bekommt. 

Weil jeder das Gehörte durch seinen eigenen Filter laufen lässt, mit seinen eigenen Erfahrungen verknüpft und daraus eigene Schlüsse zieht. Wenn ich mir das immer wieder bewusst mache, dann finde ich es so beeindruckend, weil es zeigt, dass wir einfach immer unendlich viele Möglichkeiten haben, wie wir eine Situation interpretieren können. 

Uns steht sozusagen immer ein ganzer Blumenstrauß an Alternativen zur Verfügung. Manche davon lassen uns gestresst sein oder setzen uns unter Druck. Wieder andere erzeugen ein Gefühl von Gelassenheit oder Freude. Und wir könnten uns einfach entscheiden, eine Alternative zu wählen, die uns gute Gefühle macht. 

Dabei dürfen wir die Frage stellen, ob wir uns immer gut fühlen wollen. Oder ob es nicht manchmal vielleicht ganz schön ist, einen Grund für unsere schlechten Gefühle zu finden? Jetzt fragst du dich vermutlich, was das heißen soll. 

Und ja – du hast ganz richtig gelesen! Wir versuchen im Außen, also bei anderen Menschen, Gründe für unsere Gefühle zu finden. Oder was meinst du – warum sehen wir die ganze Welt durch die rosarote Brille, wenn wir verliebt sind. Oder weshalb ist alles doof, wenn wir mit dem falschen Bein aufgestanden sind? Wir fühlen uns – immer. Mal besser und mal schlechter. Und je nachdem wie wir uns fühlen interpretieren wir unsere Erlebnisse unterschiedlich. 

Auf der Suche nach einem glücklichen und entspannten Alltag dürfen wir folglich überlegen, wann wir uns gut fühlen und wie wir uns in tristen Momenten besser fühlen könnten. Denn je besser wir uns fühlen, desto positiver schauen wir in die Welt und umso wohlwollender sind unsere Bewertungen. Wenn Kinder sich auf- und nicht abgewertet fühlen, können sie innerlich wachsen und selbstbewusst und stark werden. 

Was uns antreibt

Jeder von uns hat eigene Glaubenssätze entwickelt, unter welchen Bedingungen wir uns gut fühlen können. Gut fühlen wir uns, wenn wir selber der Meinung sind, dass wir okay sind, so wie wir sind. 

Im Laufe unserer Kindheit haben wir anhand der Reaktionen unserer Eltern gemerkt, dass es Verhaltensweisen gab, die anerkannter waren als andere. In unserem Streben nach Anerkennung haben wir deshalb mit der Zeit sogenannte innere Antreiber entwickelt. 

Innere Antreiber sind verinnerlichte Überzeugungen, die es uns ermöglichen, uns okay zu fühlen sofern wir ihnen erfolgreich nachkommen. 

Es werden fünf verschiedene Antreiberdynamiken unterschieden: 

  • Ich bin okay, wenn ich perfekt bin
  • Ich bin okay, wenn ich stark bin
  • Ich bin okay, wenn ich gefällig bin/ es anderen recht mache
  • Ich bin okay, wenn ich mich anstrenge
  • Ich bin okay, wenn ich mich beeile 

Und? Erkennst du dich wieder? Ganz viele Menschen finden sich sofort in einem oder mehreren Antreibern. Das ist ganz normal. Und es gibt kein richtig und falsch. Es kann sein, dass du dich mit einem oder zwei Antreibern identifizierst oder auch mit allen ein bisschen. 

Je nachdem welche Antreiberdynamik uns antreibt suchen wir aus dem Bündel an Möglichkeiten unterschiedliche Reaktionsmöglichkeiten aus. Ich habe letzte Woche ein wunderbares Beispiel erlebt. Es hatte kräftig geschneit und die Straßenverhältnisse waren winterlich. Eine Teilnehmerin war schon eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn da und zeigte Unverständnis für Teilnehmer, die aufgrund des Wetters zu spät kamen. 

Hier ist die Antreiberdynamik sehr deutlich zu erkennen. Diese liebe Teilnehmerin – danke für das Beispiel – funktioniert mit dem Antreiber „Ich bin okay, wenn ich perfekt bin!“ Und aus diesem Antreiber heraus erscheint es unverständlich, wie man bei Schnee nicht entsprechend frühzeitig losfahren kann. Jemand anderes, der vielleicht den Antreiber hat, dass er okay ist, wenn er es anderen recht macht, würde sich gar nicht aufregen, weil er die Harmonie nicht gefährden wollen würde. So erzeugt jeder Antreiber eine andere Bewertung der Situation und folglich ein anderes Verhalten. 

Gelassener mit uns und anderen sein

Wenn wir uns das bewusst machen, dann wird der Blumenstrauß an Möglichkeiten so deutlich. Und zugleich können wir liebevoller mit uns und anderen sein. Denn unser Verhalten dient immer nur dazu uns gut zu fühlen. Das ist unser einziger Antrieb. 

Grundsätzlich gilt, dass wir Menschen uns gut fühlen, wenn unsere wichtigsten Bedürfnisse erfüllt werden. Das bedeutet, wir wollen uns verbunden fühlen mit anderen Menschen, uns als individuelle eigenständige Persönlichkeit wahrgenommen fühlen und uns einbringen in die Gemeinschaft. Außerdem wollen wir alle etwas beitragen zum Gelingen unserer Welt. 

Wir könnten einfach anfangen zu glauben, dass wir gut so sind, wie wir sind, einfach weil wir da sind. Und aufhören, zu denken, wir müssten etwas leisten, perfekt oder gefällig sein oder uns über die Maßen anstrengen. Du darfst heute beginnen dich gut zu fühlen, einfach nur weil du da bist. 

Du bist ein Geschenk für diese Welt, nicht weil du etwas leistest sondern weil du da bist. Und je mehr du darauf vertrauen kannst, dass du ein Geschenk bist für diese Welt, desto entspannter wirst du und umso gelassener kannst du mit den alltäglichen Herausforderungen umgehen. 

Und auf einmal trägst du eine rosarote Brille ohne frisch verliebt zu sein. Ich wünsche dir unendlich viel Freude damit und denke immer daran: Du hast es selbst in der Hand, du kannst jederzeit beginnen dein Glück zum Strahlen zu bringen!  

Danke 🙂

…dass du dir die Zeit genommen hast, meinen Artikel zu lesen.

Hat er dir gefallen? Hast du eigene Erfahrungen dazu, oder eine Frage? Dann schreib´ uns hier in die Kommentare, das würde mich riesig freuen!

Und denk immer daran: Wenn die Erzieher glücklich sind, geht es den Kindern gut. Und gemeinsam schaffen wir eine Welt, in der es sich zu leben lohnt!

Lass Dein Glück strahlen!

Ich wünsche Dir noch einen wunderschönen Tag!

unterschrift-uli

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