Ein Zuhause auf Zeit

oder: Warum Kitas keine Arbeitsplätze sind

 

Hallihallo und Herzlich Willkommen zum Artikel von dieser Woche! So schön, dass du wieder dabei bist und viel Freude beim Lesen!

Du bist mehr als pädagogische Fachkraft oder Erzieher*in - du bist eine Zukunftsfee

 

Über 10 000 Stunden

Ein Kind, das vom 1. bis zum 6. Lebensjahr jede Woche 45 Stunden in der Kita verbringt – im Durchschnitt 45 Wochen im Jahr, lebt über 10 000 Stunden in der Kita.
 
Im Vergleich dazu hat ein Kind früher, wenn es von 3-6 Jahren von 9-12 Uhr in der Kita war, nur etwa 2000 Stunden in der Kita verbracht. Unglaublich, oder?
 
 

Zuhause-auf-Zeit

Kita ist das Zuhause-auf-Zeit der Kinder! Und von dir auch. Denn je nachdem wie lange du arbeitest verbringst auch du mehr Zeit in der Kita als zuhause. Also ist dein Arbeitsplatz ein Zuhause-auf-Zeit. Und hier verbringst ihr eure Lebenszeit. 
 
 

Was brauchen Kinder von einem Zuhause?

Ein Zuhause ist ein Ort, an dem ich mich wohlfühle und sicher und geborgen. Wo ich sein kann wie ich bin. Ohne mich verstellen zu müssen.
 
An dem ich traurig, fröhlich, wütend, lustig sein kann und einfach willkommen bin. Ein Ort an dem ich nichts falsch machen kann. Weil ich als Mensch wertvoller bin als meine Taten.
 
 

Wie kann Kita ein Zuhause sein?

Wenn wir Erwachsenen endlich verstehen, dass Kinder uns nichts Böses wollen. Und vor allen Dingen kapieren, dass Kinder nichts gegen uns, sondern nur für sich tun. 

 

Beispiel

Ein Kind, das sich weigert, seine Schuhe anzuziehen, handelt nicht gegen dich. Es versucht nur für sich und seine Bedürfnisse einzustehen.
 
Vielleicht will es einfach nicht nach draußen oder es hätte lieber noch weiter gespielt oder die Schuhe sind einfach unbequem oder es ist gerade müde.
 
Dann können Kitas zu Orten werden, an denen die Bedürfnisse der Kinder an der ersten Stelle stehen. Du denkst, das geht nicht? Falsch geraten! Unzählige Kitas „beweisen“ das Gegenteil:
 
Denn je bedürfnisorientierter die Fachkräfte arbeiten, desto entspannter sind sie. Und sind sich nach wenigen Wochen einig: Nie wieder anders! 
 
 

Warum das so ist? 

Weil wir dafür geschaffen sind, einander gut zu tun und das kräftezehrendste an der Arbeit mit Kindern sind die ständigen Machtkämpfe, Hakeleien, Ermahnungen, etc.
 
Denn alle negativen Emotionen kosten uns Energie und laugen uns aus. Positive Emotionen schenken uns Energie. Es kommt nicht von ungefähr, dass Schenken Freude macht.
 
 

Fachkräfte mit Fokus

Damit Kitas zu einem echten Zuhause werden, muss es Menschen geben, die mit ganzem Herzen bei der Sache sind. Dabei geht es viel weniger um die Gestaltung und Dekoration der Räume – das ist Erwachsenenzeug. Es geht um die Stimmung, um die Schwingung, um das Gefühl des WillkommenSeins. Um den Fokus, mit dem du bei der Sache bist.
 
Wo fühlen wir uns willkommen?
Bei Menschen, die das was sie tun, gerne tun. Denke einfach mal an ein Modehaus. Wenn die Verkäufer ihren Job wirklich aus Leidenschaft und mit Freude tun, dann bekommst du einen exzellenten Service.
 
So wie ich heute im Schuhgeschäft. Ich wollte mir nur ein Pflegemittel für meine Wildlederschuhe kaufen. Und die Verkäuferin hat sich die Schuhe angesehen und hin und her überlegt, meine Schuhe genommen, sie mit einem Mittel eingesprüht und probiert und mir exzellent geholfen – obwohl die Schuhe nicht aus ihrem Geschäft waren.
 
Und in anderen Läden habe ich häufig nicht das Gefühl, dass die Mitarbeiter daran interessiert sind, mir etwas zu verkaufen. Da werde ich nicht angesprochen, nicht beachtet oder als Störfaktor empfunden.
 
 

ErzieherIn=Job???

Ich habe regelmäßig TeilnehmerInnen die behaupten, ihre Arbeit wäre lediglich ein Job! Sie sagen, sie könnten ihr Privatleben vor der Tür parken und egal was auch immer am Morgen schon geschehen ist, fröhlich und entspannt in ihren Arbeitsalltag starten. 
 
Und genau das glaube ich nicht: Du kannst dich nicht an der Tür abgeben, du nimmst dich immer mit. Um die Kita zu einem Zuhause zu machen, musst du wissen, wie du selber deine eigenen Emotionen gut managen kannst.
 
Du kannst nur diesen Raum für die Kinder schaffen, wenn du fröhlich, begeistert und energiegeladen bist. Und falls dir das manchmal schwerfallen sollte, was nur menschlich ist, dann helfen ganz einfache Techniken, um sich selber wieder in einen besseren emotionalen Zustand zu manövrieren.
 
Du willst diese Techniken kennen lernen? Und hast Lust auf neue Motivation? Und triffst vor alle Dingen Geren Menschen, die ebenso bedürfnisorientiert arbeiten wie du?
 
Dann komm zum Stressfrei und gelassen Seminar am 5. Mai 2018 (hier klicken!). Dort feiern wir einen ganzen Tag lang dein Leben, es geht um deine Bedürfnisse und ums gemeinsam immer gelassener werden. Dieser Tag wird mega! Wenn du noch nicht angemeldet bist – melde dich am besten direkt an, dann ist dein Platz sicher!
 

Danke 🙂

…dass du dir die Zeit genommen hast, meinen Artikel zu lesen.

Hat er dir gefallen? Hast du eigene Erfahrungen dazu, oder eine Frage? Dann schreib´ uns hier in die Kommentare, das würde mich riesig freuen!

Und denk immer daran: Wenn die Erzieher glücklich sind, geht es den Kindern gut. Und gemeinsam schaffen wir eine Welt, in der es sich zu leben lohnt!

Ich wünsche Dir noch einen wunderschönen Tag! – Lass Dein Glück strahlen!

unterschrift-uli

1 Kommentar

  1. petrapremka

    Ich war auf Deiner Fortbildung „ Stressfrei und gelassen“ und bei mir ist damals ein Knoten geplatzt und ich sage mittlerweile zu jeder Praktikanntin, dass wir den schönsten Beruf der Welt haben. Vorher habe ich Ihnen eher geraten es sich gut zu überlegen den Beruf zu wählen. Ich habe fast nur noch die negativen Sachen gesehen, schwierige Eltern , Kinder, immer mehr hauswirtschaftliche Tätigkeiten und schriftliche Dinge. Jetzt habe ich schon meine Kolleginnen angesteckt und hoffe sie melden sich alle bei Deinem Fortbildungen an.
    Ich wünsche euch ein schönes Wochenende
    Petra Premka

    Antworten

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