Regeln sind Ausdruck von mangelndem Vertrauen

Hallihallo und herzlich Willkommen zum Artikel von dieser Woche!

 

Ich vertraue mir und ich vertraue dir!

Manchmal war das doch einfach zum Mäusemelken. Da hatten wir schon immer wieder drüber gesprochen, dass Hausaufgaben am Freitag erledigt werden. Damit das Wochenende frei ist. Und wir Spaß haben können mit unseren Kindern. Ohne ständig an die noch zu erledigenden Hausaufgaben denken zu müssen. 
 

Und dann kam ich freitags nach Hause… und: keine Hausaufgaben gemacht. Freunde zu Besuch, Wetter so schön, vergessen… von den Kindern könnte ich es ja verstehen. ABER warum hat der Papa, also Bernd, bitte nicht drangedacht… 
Nie hält er sich an Vereinbarungen, immer entscheidet er aus dem Bauch heraus oder wie es gerade passt…

Und genauso in anderen Situationen andersherum – da war ich die, die spontan anders entschieden hat, als es eigentlich vereinbart war.

 

Wie gehen wir damit um?

Und dann gibt es verschiedene Handlungsoptionen: aufregen und verbal oder nonverbal so richtig auf den Putz hauen. Ist ja klar, wer dann Recht hat: derjenige, der auf Einhaltung der Regeln oder Vereinbarungen pocht. Gewinner und Verlierer sind in diesem Moment schnell gefunden.

Andererseits vielleicht hat der andere ja auch gute Gründe so zu reagieren, wie er oder sie reagiert. Denn nicht immer passen Vereinbarungen und das wirkliche Leben zueinander. Manchmal erfordert das Leben eine andere Aktion oder Reaktion. Es wäre also auch möglich zu vertrauen – nämlich darauf, dass der andere schon weiß was er tut und weshalb. Zu vertrauen bedeutet auch zu verstehen, dass sich Situationen manchmal ändern und dass niemand absichtlich etwas Doofes tut.

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Ich vertraue mir und ich vertraue dir!

In meiner Welt das wichtigste Wort in diesem Zusammenhang ist VERTRAUEN. Wo Vertrauen existiert sind Regeln zweitrangig. Wenn wir wenig Vertrauen haben werden Regeln umso wichtiger. Weil sie uns helfen die Kontrolle zu behalten. Leider lässt sich nur das Zusammenleben mit den Kindern so oft nicht kontrollieren.

Ich habe es direkt jetzt erlebt, während ich diesen Artikel schreibe. Unsere Tochter hat Kummer und braucht Zuspruch. Obwohl eigentlich vereinbart war, dass ich schreibe und wir dann in den Wald marschieren. Jetzt verschiebt sich das ein wenig nach hinten. Das funktioniert, wenn wir einander vertrauen, dass jeder das Bestmögliche tut. 

Regeln und keiner hält sich daran

Vielleicht kennst du ähnliche Situationen aus deinem Kita-Alltag. Da wurde lange und oft über eine Thematik diskutiert, eine Regelung in der Teamsitzung gefunden und dann gibt es doch wieder die eine oder andere Kollegin/ Kollegen, die anders reagieren. Je größer die Teams werden, desto schwieriger wird das dann. Keine Frage.

Eine gemeinsame Basis entwickeln

Deshalb würde ich an einer anderen Stelle ansetzen. Und zwar würde ich statt Regeln zu formulieren zusammen daran arbeiten eine gemeinsame pädagogische Basis zu finden. Um herauszufinden, wie weit ihr gemeinsam den Kindern vertrauen könnt. Wie ihr alle handeln wollt, weil das eurer Überzeugung und eurer Professionalität entspricht. Dann geht das Arbeiten Hand in Hand und ihr werdet merken, wie wenige Regeln ihr noch benötigt. Und wie das euren Alltag entspannt. 

Wenn dir das schwierig oder kompliziert vorkommt, dann holt euch doch einfach Hilfe dazu. Wir haben noch Termine für Teamfortbildungen frei. Meldet euch gerne – denn erstellen wir dir ein individuelles Angebot.

Vertrauen kann man lernen

Dein eigenes Vertrauen wächst, wenn du beginnst, dir selbst und all deinem Wissen, all deiner Intuition zu vertrauen. Und dann fällt es dir umso leichter anderen Menschen – Kollegen und Kindern – zu vertrauen. Nur wie geht vertrauen? Im ersten Schritt vielleicht einfach indem du dir das mal sagst: „Ich vertraue mir, ich vertraue dir und ich vertraue dem Leben“
Wie so eine Art Mantra: Immer und immer wieder – fake it until you make it. Und Schritt für Schritt wirst du mit der Zeit immer vertrauensvoller werden.

Ich wünsche dir einen fantastischen Start in die Woche!

Lass dein Glück strahlen und alles Liebe für dich!

Danke 🙂

…dass du dir die Zeit genommen hast, meinen Artikel zu lesen.

Hat er dir gefallen? Hast du eigene Erfahrungen dazu, oder eine Frage? Dann schreib´ uns hier in die Kommentare, das würde mich riesig freuen!

Und denk immer daran: Wenn die Erzieher glücklich sind, geht es den Kindern gut. Und gemeinsam schaffen wir eine Welt, in der es sich zu leben lohnt!

Ich wünsche Dir noch einen wunderschönen Tag!

unterschrift-uli

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  1. #037 – Eine Hommage an Tagesmütter und was das mit Vertrauen auf sich hat - ubstairs - Fortbildungsinstitut - […] diese Folge ist die Ergänzung zum Blogartikel, den du hier findest: Regeln sind Ausdruck von mangelndem Vertrauen […]

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Bild: © sborisov / fotolia.com

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